Wandern in Naturfaser
- GudrunKalkan
- 20. Juli
- 2 Min. Lesezeit

Ich liebe die Aussicht auf den Bergen. Mein Mann sagt, ich bin ein „Aussichts-Junky“. Und ja, es ist jedes Mal beeindruckend. Diese Weite, die Farben, die Ruhe – das ist majestetisch und lässt mich über die Schöpferkraft Gottes staunen.
Neulich habe ich mit Jugendlichen über Mikroplastik gesprochen – unter anderem darüber, wie viel davon aus unserer Kleidung kommt. Gerade Sportkleidung besteht fast immer aus Kunstfaser. Eine der ersten Fragen war dann: „Was soll man denn sonst tragen? Und trocknet das überhaupt schnell?“
Ich kann nur sagen, wie ich’s mache. Wenn ich im Sommer wandern gehe, trage ich fast immer ein langärmeliges Leinenhemd. Ja, ich schwitze, aber oben am Gipfel, mit etwas Sonne und Wind, ist das Leinen nach 20 Minuten trocken. Wenn ich länger unterwegs bin, hab ich ein zweites Hemd zum Wechseln dabei. Langärmlig ist für mich am Berg Standard – das schützt vor der Sonne, und ich spar mir die Sonnencreme. In vielen Ländern, wo’s heiß ist, ist langarm die Norm. Und mit Leinen oder leichter Baumwolle wird’s trotzdem nicht zu warm.
Mein Hemd ist Second Hand – aus einem alten Sack gezogen. Die Knöpfe hab ich ausgetauscht. Und der Stoff hat eine feine Stickerei, die mag ich besonders. Meine Wanderhose ist aus Baumwolle und um die 20 Jahre alt. Eine Knickerbocker, perfekt für heiße Sommertage.
Es gibt natürlich auch andere Materialien, die sich gut eignen – zum Beispiel Walk oder auch eine Lederhose. Klar, das ist in der Anschaffung teurer als eine Polyesterhose mit Abzipp-Bein und Knieabnäher, aber so eine Hose kauft man einmal, vielleicht zweimal im Leben – wenn sie Qualität hat.
Für meine Zwecke reicht das völlig. Ich bin kein Profi-Sportler. Ich geh vielleicht 10–20 Mal im Jahr auf Tour. Naturfaser funktionieren – sind angenehm auf der Haut, langlebig, wenn sie gut verarbeitet sind, und ich hab kein Plastik auf der Haut. Probierts doch gern mal aus :) Gottes Segen, eure Schneiderin mit Herz Gudrun
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